Patienten & Anwender

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Laut dem Robert Koch-Institut gehören Schlafstörungen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in der Bevölkerung. Ungefähr 25 % der Erwachsenen leiden einer Umfrage zufolge an Schlafstörungen und über 10 % erleben ihren Schlaf häufig oder dauerhaft als nicht erholsam. In Deutschland leiden rund 2,5 Millionen Menschen und damit 2 bis 4 % der 20- bis 60-jährigen unter einer speziellen Schlafstörung, der Schlafapnoe. Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. Ein Erwachsener benötigt durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Tag für eine optimale Erholung und Leistungsfähigkeit am folgenden Tag. Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Zu wenig Schlaf kann zu Folgeerkrankungen führen. Schlafstörungen sind ernstzunehmende Erkrankungen, die jedoch sehr häufig wirkungsvoll behandelt werden können. Durch eine konsequente Therapie lassen sich gesundheitliche Risiken reduzieren und die Lebensqualität dauerhaft steigern. Was ist eine Obstruktive Schlafapnoe? Bei den betroffenen Personen setzt im Schlaf wiederholt die Atmung aus, weil die Atemwege kollabieren. Der Kollaps der oberen Atemwege kann auf verringerte Muskelaktivität, auf vermehrtes Gewebe im Bereich der Atemwege oder auf anatomische Gegebenheiten zurückzuführen sein, die eine Verengung der Atemwege nach sich ziehen. Infolgedessen kann die Atemluft nicht mehr in die Lungen gelangen, der Kohlendioxidspiegel im Blut steigt an und es kommt zu Schlafstörungen. Diese Atemaussetzer können mehrmals pro Stunde auftreten und eine Weckreaktion auslösen.

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Schlaflabore

Wer nachts kein Auge schließen kann, schlafwandelt oder in den nächtlichen Ruhephasen unter Atemaussetzern leidet, fühlt sich am Tag wie gerädert und büßt oft an Lebensqualität ein. Spätestens dann sollten Betroffene den Gang in ein Schlaflabor nicht scheuen. Die meisten Schlafmedizinischen Zentren haben eine Schlafambulanz. Betroffene können über ihren Hausarzt oder in einem Gespräch mit einem Arzt oder Psychologen der Schlafambulanz abklären, wie ihre individuelle Schlafproblematik aussieht. Entscheidet sich der Arzt für eine Untersuchung im Schlaflabor, bleibt der Patient im Regelfall zwei Nächte lang zur Beobachtung und Messung des Schlafes in der Klinik. Währenddessen werden seine Körperfunktionen wie Hirnströme, Augenbewegungen, Sauerstoffsättigung des Blutes, Muskelspannung oder Atmung gemessen und aufgezeichnet. Aus diesen Messwerten wird dann ein Schlafprofil der verschiedenen Schlafstadien erstellt, das Rückschlüsse auf dessen Qualität zulässt. So können Ursachen für die jeweilige Schlafproblematik identifiziert und im Anschluss effektiv behandelt werden.